"Diese Aufgabe erfüllt mich mit Stolz!"


Nicht nur in der Berufswahl können sich die Kinder und Jugendlichen heutzutage zwischen unzähligen Möglichkeiten entscheiden, auch im Sport kann man dasselbe Phänomen beobachten. Immer weniger junge Menschen bleiben über mehrere Jahre hinweg Mitglied eines Sportvereins. Doch Matthias Linz ist dem Fußball und ganz besonders dem FC Wacker von Kindesbeinen an treu geblieben. Wir haben uns mit ihm über seine derzeitige Rolle in Trailsdorf und seine Zeit als Jugendfußballer unterhalten.

 

FCW: Servus Matze, seit Anfang dieser Saison trägst du die Kapitänsbinde beim FC Wacker Trailsdorf und führst die erste Mannschaft in nah und fern aufs Spielfeld. Was bedeutet es für dich, Kapitän deines Heimatvereins zu sein und wie bist du überhaupt zu diesem Amt gekommen? Welche Aufgaben hast du als Spielführer auf und neben dem Platz?

 

Matthias: Servus zusammen, natürlich erfüllt mich die Aufgabe mit Stolz! Es bedeutet aber auch sowohl auf, als auch neben dem Platz mehr Verantwortung zu übernehmen. Zum Spielführeramt bin ich in der Sommervorbereitung gekommen. Damals hat mich unser Trainer Tim gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, die Binde zu übernehmen. Da ich schon in diversen Jugendmannschaften Spielführer war, ist die Aufgabe kein Neuland für mich.

 

Ich versuche Ansprechpartner für alle Mitspieler und für das Trainerteam zu sein und möchte jedem Spieler, egal ob Schlüsselspieler in der ersten Mannschaft oder Ersatzspieler in der zweiten Mannschaft, Gehör schenken und gleichbehandeln.

 

FCW: Als gebürtiger Trailsdorfer hast du deine ersten Erfahrungen mit dem runden Leder natürlich auf dem Sportgelände des FC Wacker gesammelt. Wie bist du damals zum Fußballsport gekommen und wie verlief anschließend dein weiterer fußballerischer Lebensweg?

 

Matthias: Das war damals im Kindergartenalter, als ein G-Juniorentraining in Trailsdorf angeboten wurde. Dort konnte man unverbindlich in den Vereinsfußball hineinschnuppern und ich merkte von Anfang an, dass ich mich hier sehr wohl fühle. So spielte ich dann auch bis zum E-Jugendalter in den Jugendmannschaften des FC Wacker, ehe ich ab der D-Jugend in den Zusammenschluss der Gemeindevereine - der damaligen JFG Aischtal – wechselte und dort bis zur A-Jugend weiterspielte. Seit der Saison 2016/17 laufe ich dann schlussendlich für unsere beiden Herrenmannschaften auf.

 

FCW: Man merkt, dass du nicht nur räumlich, sondern vor allem in sportlicher Hinsicht sehr mit unserer Heimat verbunden bist. Welche Charaktere o.ä. haben dich in deiner Zeit als Jugendlicher im Sportverein besonders geprägt? Was hast du in dieser Zeit fußballerisch und menschlich lernen können?

 

Matthias: Hier möchte ich keine speziellen Personen nennen. Ich hatte bisher schon viele Trainer und konnte von jedem etwas lernen bzw. für das weitere Leben mitnehmen. Natürlich habe ich in meiner Jugendzeit fußballerisch in jeder Saison dazugelernt, aber auch im persönlichen bzw. zwischenmenschlichen Bereich konnte ich mich weiterentwickeln. Das kommt mir jetzt natürlich bei meiner Aufgabe als Kapitän entgegen.

 

Was ich aber bei jedem Trainer - unabhängig vom Alter gelernt habe - ist, dass es im Fußball ohne die „Grundtugenden“ Wille, Disziplin und Einsatzbereitschaft nicht gelingt, erfolgreich zu sein.

 

FCW: Wo siehst du die Stärken und Vorteile der Jugendarbeit hier beim FC Wacker? Gibt es aus deiner Zeit als junger Fußballer ein Erlebnis oder eine Begegnung, welche dir noch besonders in Erinnerung geblieben ist?

 

Matthias: Dadurch, dass wir mit unseren Nachbarvereinen eine Spielgemeinschaft bilden, haben die jungen Spieler die Chance, sich in jedem Training mit anderen talentierten Spielern zu messen und auch außerhalb des Platzes neue Leute kennenzulernen und/oder Freundschaften zu knüpfen. Außerdem hat man durch die höhere Anzahl der einzelnen Spieler die Möglichkeit, die jeweiligen Mannschaften leistungsgerechter zusammen zu stellen, was letztendlich der Entwicklung der einzelnen Spieler wieder zugutekommt.

 

Ein bestimmtes Erlebnis gab es eigentlich nicht. Besonders erfreulich war allerdings, dass wir als A-Jugendliche bereits öfters bei der Herrenmannschaft mittrainieren und sogar bei Pflichtspielen aushelfen durften.

 

FCW: Vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast!