"In den nächsten vier - fünf Jahren mindestens in die Kreisliga!"


Bei uns auf dem Sportgelände in Trailsdorf flitzen an den Wochenenden regelmäßig große und kleine Kinder über den grünen Rasen. Aber auch bei den umliegenden Vereinen rollt der Ball in den unterschiedlichsten Altersklassen. Seit rund zwei Jahren befinden wir uns vom D-Jugend- bis zum A-Juniorenbereich in einer Spielgemeinschaft mit unseren benachbarten Vereinen. Doch wie sieht die Arbeit innerhalb der Spielgemeinschaft aus, welche Ziele hat man sich langfristig gesteckt und wie stehen die Mannschaft aktuell im Ligaspielbetrieb da. Über all das und vieles mehr haben wir uns mit Matthias Gößwein aus der Jugendleitung der Spielgemeinschaft unterhalten.

 

 

FCW: Matthias, du bist nicht nur im Jugendausschuss der Spielgemeinschaft vertreten, sondern gleichzeitig auch als Fußballabteilungsleiter bei unserem Patenverein SV/DJK Eggolsheim aktiv. Seit gut zwei Jahren hat die Spielgemeinschaft zwischen den Vereinen aus der Gemeinde Hallerndorf und der DJK Eggolsheim nun Bestand. Wie kam es damals zur Gründung der Spielgemeinschaft und warum habt ihr euch mit Eggolsheim zu diesem Schritt entschieden?

 

 

M. Gößwein: Wie in anderen Vereinen auch, schlägt der demographische Wandel und das geänderte Freizeitverhalten der Kinder durch. Wir haben schon zwei Jahre vorher unsere A-Jugendspieler in die JFG eingebracht und von daher waren hier schon Schnittpunkte da, die dann zu den Gesprächen geführt haben. Zum anderen waren die Verbindungen durch die Derbys im Spielbetrieb schon vorhanden. Es war für alle SG-Partner der richtige Schritt, denn allein hätten wir keine jahrgangsbezogenen Mannschaften mehr zusammenbekommen. Es war der richtige Schritt, um die Stärken zu bündeln und einen Unterbau für jeden Partner zu schaffen.

 

 

FCW: Wie sieht die Arbeit und Aufgabenverteilung innerhalb der Spielgemeinschaft aus, wie läuft beispielsweise die Kommunikation zwischen den fünf Vereinen untereinander ab? Welche Ziele habt ihr euch zudem für die Zukunft gesteckt?

 

 

M. Gößwein: Die Arbeit innerhalb der SG sieht hauptsächlich die Planung des Spielbetriebs, die Trainersuche und die Betreuung der Mannschaften vor. Wir haben einen Ausschuss, in dem jeder Verein vertreten ist und tauschen uns im Schnitt alle vier Wochen aus. Oberstes Ziel ist es, die Spieler durch die Jugend zu führen und Ihnen das Rüstzeug mitzugeben, dass sie in den Herrenmannschaften im Stammverein Fuß fassen können.  Das denke ich, muss das oberste Ziel für uns sein, denn wir leben von unseren Jugendspielern. Das zweite Ziel auf die nächsten vier bis fünf Jahre ist, die Jugendmannschaften min. in die Kreisklasse oder Kreisliga zu bringen, damit der Sprung in die Herren nicht mehr ganz so groß ist und wir auch interessant für auswärtige Spieler werden.

 

 

FCW: Die meisten Mannschaften im Juniorenbereich warten bereits auf den Startschuss für die Rückrunde (Stand Februar 2019). Wie bewertest du bislang die Hinrunde der Teams von den D- bis zu den A-Junioren? Wo siehst du vielleicht noch Verbesserungspotenzial und wo befindet man sich sprichwörtlich zurzeit „voll im Soll“?

 

 

M. Gößwein: Fangen wir unten an: Die beiden D-Jugendmannschaften hatten heuer einen schweren Stand, da sich beide zu 90% aus dem jüngeren Jahrgang bilden. Dadurch waren die Ergebnisse gerade zu Beginn der Runde nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Zum Ende hin wurde es besser und zeigt uns das Potenzial der Mannschaften für die Rückrunde. Die C2 tat sich auch mit der Umstellung auf das Großfeld schwer, da wir im jüngeren Jahrgang relativ kleine Spieler haben und wir teilweise gegen den älteren Jahrgang spielen mussten. So hat die Mannschaft viel Lehrgeld bezahlt. Die C1 spielt in der Kreisklasse und steckt mitten im Abstiegskampf, wird aber den Klassenerhalt schaffen. Die B-Jugend findet sich nach dem Aufstieg gut in der Kreisklasse zurecht und spielt aktuell im vorderen Drittel mit. Diese Mannschaft macht uns echt Freude und will in der Rückrunde den Relegationsplatz angreifen und am Aufstieg in die Kreisliga schnuppern. Die A-Jugend musste sich erstmal finden, aber Coach Michael Rödl hat hier eine homogene Truppe geschaffen, die in der Vorrunde noch nicht Ihr Potenzial ausgeschöpft hat. In der Rückrunde will die Mannschaft angreifen. In allen Mannschaften zeigt sich auch schon ein Wandel in der Wahrnehmung, denn mittlerweile kommen Spieler aus Forchheim auf uns zu, die wechseln wollen.

 

 

FCW:  Vielen Dank für deine Zeit!